Kathrins Notiz-Blog 24. November 08

Über Nacht ist Schnee gefallen. Im Haus meiner Eltern, wo ich das Wochenende verbringe, ist es, als hätte jemand ein Licht angeknipst. So muss Gott sich das Energiesparprogramm gedacht haben: Im dämmrigen Oktober leuchten die Blätter. In den dunkelsten Monaten blendet der Schnee.

Schnee weckt Erinnerungen. Schnee ist pure Nostalgie. Wenn es schneit, naht Weihnachten. Schnee beruhigt. Er schluckt den Lärm. Schnee ist vom Aussterben bedroht.

Aus Hamburg kommt jetzt ein Magazin, das sich mit Klima- und Wetter-Fragen beschäftigt. Es heißt: Klima-Magazin. Das ist keine Fachzeitschrift für Meteorologen, sondern ein Publikumsmagazin für ungebildete Leute wie mich.

Ich glaube, dass in ein paar Jahren die Nachrichten mit dem Wetterbericht beginnen werden. Das Wetter wird der Teil der News sein, der unser Leben am stärksten berührt und von dem letztendlich alles andere abhängt: Börsenkurse, Firmenpleiten und politische Konstellationen.

Es schneit noch immer. Die Dächer und Wiesen sind weiß und auf dem Weg zum Friedhof bläst uns ein frischer Wind entgegen.

Gestern habe ich eine müde Wespe aus dem Haus nach draußen entlassen. Wie überwintern Wespen? Sie hätte im Haus doch keine Chance gehabt. Die Kreuzspinne in der Küche hängt noch immer zerknüllt in ihrem Netz. Wir glaubten schon, sie sei tot. Aber am Abend streckte sie ihre Beine aus und postierte sich in der Mitte ihres Gespinstes. Es sind jetzt keine Fliegen mehr im Haus. Wie lange lebt eine Kreuzspinne ohne Nahrung?

Vielleicht ist das ICH nicht mehr als ein brüchiger Chitin-Panzer, ein Gehäuse für die Lebensenergie Chi. Wenn der Panzer bricht, strömt das Chi in den Kosmos zurück und bringt irgendwo neues Leben hervor. Das ICH bleibt abgestreift zurück, wie eine Schlangenhaut im Wald oder eine Muschelschale im Meer. Irgendwann fängt ein Strand der sieben Weltmeere sie auf. Jemand findet sie beim Spazierengehen. Und so geht die Geschichte weiter.

Berliner Notiz-Blog 17. November 08

Ich trage einen Rock aus wildem Leder. Seine Rückseite kräuselt beim Gehen wie eine Welle.

Vor vier Jahren kaufte ich ihn in einem Geschäft in der Raumerstraße im Prenzlauer Berg. Vier Berliner Designerinnen teilten sich den Laden. Er befand sich unweit des Künstlerbedarfs an der Ecke Dunckerstraße.

Die Welle entdeckte ich beim Anprobieren. Ich lief vor dem großen Spiegel an der Hinterwand des Ladens auf und ab und stellte mir vor, wie ich von einem Caféhaustisch aufstehen und gehen würde, wie das dunkelbraune Leder weich um meine Beine spielte, so dass der Mann, mit dem ich dort gesessen hatte, zwangsläufig dahin schauen und entdecken müsste, dass er das Beste an mir bisher nicht wahrgenommen oder übersehen hatte, wie er sich sofort nervös nach der Kellnerin umsehen, zahlen und mir nachlaufen würde. Zu spät. Ich war gegangen.

Das Gehen ist eine weibliche Eigenschaft. Wie es die Eigenschaft des Wassers ist zu fließen. Das Label heißt Pisces. Die Designerinnen haben die Gegend verlassen. Auch den Künstlerbedarf an der Ecke gibt es nicht mehr. An dieser Stelle befindet sich jetzt ein Restaurant.

Ich trug diesen Rock an vielen Orten. Ich reiste mit ihm bis ans Mittelmeer.

Im letzten Herbst entdeckte ich einen Fleck auf seiner Vorderseite. Vielleicht hätte ich den Fleck einfach dort lassen sollen. Vielleicht wäre das Leder damit fertig geworden. Aber ich beging den Fehler, sofort Fleckenwasser darauf zu kippen und zu rubbeln. Der Fleck leuchtete nun kreisrund und dunkel in einem diffusen Nebel, der sich auf dem samtweichen Leder ausgebreitet hatte.

Ich brachte ihn zu Klara Li, eine der letzten Zauberinnen im Prenzlauer Berg.

„Das ist ja ein zartes Stück“, sagte Klara Li. Der Rock lag ausgebreitet in ihrer Werkstatt. Wir betrachteten ihn schweigend. Dann machte Klara Li diesen und jenen Vorschlag. Ich verzog jedes Mal das Gesicht.

„Es gibt dieses Märchen von Allerleirauh“, sagte ich. Überrascht schaute Klara Li mich an. Jetzt verstand sie mich und begriff, dass wir einer Herkunft und Sprache sind. Klara Li IST Allerleirauh. Ich hatte sie beim Namen genannt und mich so zu erkennen gegeben. Nun war alles einfach.

Zwei Wochen später wirbelten und kreisten kleine Fetzen Fells und Leders um den Fleck auf meinem Rock. Der Fleck selbst war noch deutlich zu sehen, wie eine Sonne, der Mittelpunkt eines Planetensystems, das Klara Li erschaffen hatte.

Ich zog den Rock an. Erst jetzt entdeckte auch sie die Welle auf seiner Rückseite und sagte: „Ich weiß, warum du den Rock liebst.“ Wir verließen ihr Atelier, um bei den Nachbarn Geld zu wechseln. Allen, die wir auf der Straße trafen, zeigte Klara Li den Rock: Dem mageren, britischen Aushilfsverkäufer im Second Hand nebenan, der türkischen Händlerin gegenüber und dem Künstler Krause.

Klara Li lud mich zu ihrem nächsten Konzert ein. Wir unterhielten uns über Gesang und Noten. Wir entdeckten, dass wir beide gerade dabei waren, Noten zu lernen, Klara Li, weil sie als Sängerin an einen Punkt gelangt war, indem sie tiefer in die Geheimnisse der Musik eindringen wollte, ich, weil ich begonnen hatte, Klavier zu spielen.

Am darauffolgenden Wochenende ging ich in das Konzert von Klara Li. Als letztes Lied sang sie „Morning has broken“ von Cat Stevens. Ihre Interpretation gefiel mir. Ich hatte ihr also erzählt, dass es dieser Song war, den ich am Piano übte, über den ich versuchte, die Welt der Noten zu erschließen. Dann sang sie dieses Lied für mich? Sie lächelte und zwinkerte mir beim Singen zu.

„Habe ich dir erzählt…?“ fragte ich sie nach dem Konzert. Sie schüttelte den Kopf.

Wie seltsam. Ich lief durch die Nacht nach Hause. Beim Gehen spürte ich die Welle gegen meine Knie schlagen. Mein Rock trug jetzt außer der Bezeichnung Pisces im Innern das Signet von Klara Li, auf einem goldenen Lederfetzen über dem Verschluss.

Ich dachte an die Dinge, die uns verbinden. Und nun auch noch dieses Lied.

Berliner Notiz-Blog 10. November 08

Über den Bordlautsprecher wird bekannt gegeben, dass sich der ICE aus Hamburg wegen „vandalistischer Angriffe von Castorgegnern“ um zirka 45 Minuten verspätet. Ein älterer Herr flucht verhalten. „Typisch Osten“, schimpft er. Am Bahnhof Zoo habe es so etwas nicht gegeben. Er zieht seinen Kofferrolli unentschlossen auf der unteren Bahnhofsetage hin und her. Die glamourösen Läden sind weiter oben, wo die Züge nach Köln und Bonn abfahren. Hier unten geht es nach Prag und Budapest und ja, auch nach Wien.

Aber er will ja gar nichts kaufen. Er ist sparsam. In seinem glatten Gesicht steht, dass er gut und genügsam lebt. Missmutig wendet er sich dem Kaisers zu, postiert sein Gepäck unter einem der Bistrotische und bestellt im Backshop einen Kaffee.

Ein Schwarzer hält sich am Tresen neben der Kasse fest. „Obama ist Afrika. Yeahh…“ lallt er und erzählt jedem, was alle längst wissen, dass Obama vor einigen Tagen zum Präsidenten der USA gewählt wurde. Dem älteren Herrn ist der Betrunkene peinlich. Etwas ungeschickt balanciert er seinen Kaffeepot vom Tresen zum Bistrotisch hinüber. „Der hat doch nicht nur Alkohol geladen“, raunt er einer Frau in seinem Alter zu, die ihren Koffer neben seinen gestellt hat. Die Frau sagt, dass die Schwarzen jetzt rassistisch werden. „Dazu haben sie auch allen Grund“, bellt ein struppiger Franzose vom Nachbartisch.

„Die kommen doch alle nur deswegen hierher.“ Der ältere Herr streckt seine Hand in Richtung des Franzosen und reibt zwei Finger aneinander.

„Ach und weswegen sind die Europäer nach Afrika gegangen?“ raunzt der Franzose zurück. Er tunkt ein riesiges Croissant in seine Kaffeetasse. Statt den triefenden Teiglappen in den Mund zu schieben, beginnt er mit einem Referat über die dramatischen Folgen des Kolonialismus. Der Kaffee aus seinem Croissant tropft derweil auf die Tischplatte. Der ältere Herr starrt auf die Kaffeepfütze, aus der sich ein kleines Rinnsal löst, das auf den Redner zu fließt. „Da!“, warnt er, aber der Franzose hört ihn nicht. Als er bei der Finanzkrise ankommt –er macht ziemlich große Zeitsprünge -die Weltgeschichte ist bei ihm eine Fünf-Minuten-Sache – saugt sein Jackett den Kaffee wie ein Löschblatt auf.
Der ältere Herr sagt, er habe früher bei der Bank gearbeitet. Er habe niemanden zu riskanten Geldanlagen überredet. Er sei nicht Schuld an der Krise. „Jeder ist Schuld“, sagt der Franzose düster. „Wir alle.“

Der Schwarze löst sich vom Tresen und schlittert in Richtung der Bistrotische. „Obama ist Afrika“, wiederholt er. Der Franzose klopft ihm auf die Schulter. „Ganz ruhig“, sagt er. Er sagt das auch zu sich selbst. Er ist aufgebracht, weil dieser Bankangestellte seiner kurzen Weltgeschichte nicht folgen konnte und er noch einmal von vorn und weiter ausholen muss und nur noch wenig Zeit dafür hat, denn irgendwann wird die Polizei die Atomkraftgegner weg geräumt haben und dann wird sich die Bistrorunde im Kaisers auflösen und im Zug nach den besten Plätzen drängeln.

Der Schwarze erzählt jetzt einem jungen Mann mit Rastalocken, dass Obama Präsident ist und Afrika, also Afrika Präsident ist. Der schaut kurz von seinem Buch auf, lächelt den Störer an und versucht dann, weiter zu lesen.

Das Personal des Backshops fordert den Schwarzen auf zu gehen. „Habe ich Ärger gemacht?“ zischt der. Er breitet die Arme aus, kippt nach hinten, sein Einkauf -ein Fleischsalat und eine längst geleerte, kleine Schnapsflasche- fallen zu Boden, die Flasche zerbricht. Der Sicherheitsmann an der Tür fängt ihn auf. „Du gehst unseren Kunden auf die Nerven“, sagt eine Verkäuferin. „Hau jetzt ab. Geh nach Hause!“

Die Kaffeetrinker an den Bistrotischen tunken ihre Nasen in die Tassen und heften ihre Blicke auf die grau gemusterten Tischplatten. Der Schwarze hält sich am Tisch des Franzosen und am Tisch des Jungen mit den Rastalocken fest. „Ist okay“, sagt der Franzose und klopft ihm auf die Schulter wie man einem Pferd beruhigend auf die Flanken klopft. „Ich gehe erst, wenn Adolf Hitler kommt“, knurrt der Betrunkene.

Als die Polizei kommt, lässt er sich widerstandslos mit ausgebreiteten Armen aus dem Laden führen. Alle atmen auf, so deutlich, dass kleine Wellen ihren weißen Kaffee kräuseln.

Kathrins Notiz-Blog 11. Oktober 08

Intensivstation 144 I Charité Campus Mitte

Auf der Intensivstation zeigen Monitore die Parameter des Überlebens an: Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Herzschlag.

Ärzte und Pfleger kooperieren in denselben blauen Kitteln mit derselben Professionalität. Sie sind jung. Sie sind schön. Sie erinnern mich an ein früheres Leben, in dem ich mir Figurprobleme einbildete und besorgt war, irgendeinen Frisurentrend zu verpassen. Jetzt führen sie dieses Leben. Sie sind ja nicht makellos. Deswegen schaue ich sie so gern an. Ihre Schönheit ist aus dem Tag gewachsen und aus der Nacht. Sie kommt von der Straße, aus den alltäglichen Verrichtungen, direkt aus dem Leben. Oder wie soll man sie sonst beschreiben?

Ich sehe sie und sehe ihr Leben. Sie schnaufen dieses Leben. Sobald sie in meine Nähe kommen, wird es warm. Sie würden mir nicht glauben, wenn ich ihnen sagte, dass ich noch niemals so viele schöne Menschen gesehen habe wie hier, zwischen den piependen und tutenden Apparaturen und trompetenden Atemmasken.

Als der Pfleger aus der Frühschicht sich verabschiedet hat, stelle ich ihn vor die Haustür seiner Ex-Frau. Er holt seinen Sohn ab. Er nimmt seinen Sohn bei der Hand. Sie laufen die Treppen hinab, steigen ins Auto und fahren an einen See baden. Erst im Auto sprechen sie miteinander.

Einer der Ärzte ist auf der Suche nach Zärtlichkeit. Ich denke ihn mir bei einem Essen mit Freunden. Da ist eine neue Frau. Jemand hat sie mitgebracht. Er verwickelt sie in ein Gespräch. Aber nachts kehrt er allein in seine Wohnung zurück.

Ein anderer Arzt streitet am Abend mit seinem Freund. Der Streit raubt ihm den Schlaf. Sein Freund liegt nicht neben ihm. Gegen vier schlägt er fluchend nach dem Wecker, schleppt sich ins Bad und blickt missmutig in den Spiegel. Im Stehen stürzt er einen Kaffee hinunter. Auf einem Rennrad fliegt er durch die schlaftrunkene Stadt.

Als er auf der Station ankommt, ist mein Blut zu knapp neunzig Prozent mit Sauerstoff gesättigt. Ich bereite meinen ersten Gang zur Toilette vor. Ich muss mich sehr langsam aufrichten, doch selbst dann reicht die Kraft meiner Lunge noch nicht aus. Der Sauerstoff in meinem Körper sackt ab. Ich japse wie ein Straßenköter.

Vor dem Fenster schwanken die Bäume seltsam träge und lautlos. Ich lehne mich noch einmal zurück, bevor ich es erneut versuche. Mir kommen keine besseren Bilder in den Sinn als die aus dem Leben der jungen Mediziner. Ihr Leben ist großartig. Es ist einfach und wunderbar. Aber auch das würden sie mir nicht glauben.

Kathrins Notiz-Blog 2. Oktober 08

Ich war lange nicht hier. Zwei Monate. Meine Weltenreise führte mich durch verschiedene Daseinsformen bis an die Grenze zum Tod.

Niemand weiß, wie es auf der dunklen Seite ist. Obwohl das Leben mit einem Schrei beginnt und seufzend fortgeführt wird, verlässt keiner freiwillig die lichte Seite. Nur hier ist Atem.

Ich habe viel über die Lunge nachgedacht, dieses seltsame, schöne Organ, dessen riesige Oberfläche -ausgebreitet ist sie so groß wie ein Tennisplatz – uns mit allen verbindet, die sich die Atmosphäre der Erde teilen. (das biblische Wort für Seele, in der hebräischen Ursprache Nefesch, heißt wörtlich übersetzt: Atmender)

Es gibt nicht viel Luft im Universum. Die Erde hat sich ein edles Hemd ausgesucht. Und wir sind in die feine Wäsche dieses Planeten eingewebt, durchlässig und licht.

Als ich auf der Intensivstation unter der Atemmaske lag, ständig das Klappen im Ohr, mit dem ein Mechanismus in der Maske meine Einatmung verstärkte, sah ich wieder mein Lieblingsbild aus „2001: Odysee im Weltraum“: Bowman verlässt das Raumschiff, um an der Außenwand eine Reparatur vorzunehmen. Man sieht das weiße Raumschiff im nachtdunklen Raum schweben und ganz klein darauf Bowman, wie er sich schwerelos zu der defekten Stelle vor arbeitet. Minutenlang wird die Stille nur vom Geräusch seines konzentrierten Atems im Raumanzug unterbrochen. Der Atem dieses einen Menschen im unendlichen, luftleeren Raum ist selbst auch Stille. Meditation.

Nun bin ich zurückgekehrt und tue die Dinge wie zum ersten Mal. Als ich zum ersten Mal gähnte, kehrte das wilde Tier Leben in meinen Körper zurück. Von da an ging es aufwärts. Es gab eine erste Nacht mit meinem Liebsten und einen ersten Spaziergang im Kurpark. Ein erstes Mal schminkte ich mir wieder die Lippen und ließ mir die Haare schneiden. Ein erstes Mal stieg ich aufs Fahrrad. Ein erstes Mal tauchte und schwamm ich. Ich begann Yoga zu üben wie jemand, der seinen Körper neu finden muss.

In der vergangenen Woche habe ich das erste Mal wieder gearbeitet. Ich musste zu einer Pressekonferenz und anschließend einen Bericht darüber schreiben. Es fühlte sich gut an, unter den anderen Journalisten zu sitzen. Sie waren alle sehr aufgeregt. Ich betrachtete ihre Hast und Unruhe, als sähe ich diesen Betrieb zum ersten Mal. Ihre Aufgeregtheit gefiel mir. Die Luft knisterte. Diese Hochspannung, der Ärger mit der Liebe, die Sorgen um den Job und das Geld, das ist die lichte Seite.

Vor einem halben Jahr habe ich einer Kollegin auf dem Reportertreffen in Hamburg einen Pullover geliehen, als es in der Strandbar an der Elbe plötzlich kühl wurde. Wieder in Berlin, versuchten wir in unseren Kalendern eine kleine Lücke zu finden, um ein paar Sätze zu reden und damit sie mir den Pullover zurück geben kann. Es klappte einfach nicht.

Als wir uns endlich in einem kleinen Café verabredet hatten, musste ich ihr absagen, weil ich Fieber bekommen hatte. Ich schrieb: „Du weißt, das Wort „krank“ existiert in unserer Sprache nicht.“

Jetzt ist Herbst geworden. Ich habe sie noch nicht angerufen. Sie arbeitet sehr viel. Aber ich freue mich, sie zu treffen. Nicht wegen diesem Pullover. Ich komme auch ohne ihn über den Winter. Außerdem habe ich jetzt zum ersten Mal einen Pullover bestellt, in dem Hemden – und Pullover – Laden in unserer Straße, dort, wo die Holzscheite an den Wänden gestapelt sind und immer ein kleiner Kamin lodert. Daran wärmt sich der Verkäufer und liest oder telefoniert dabei oder schaut aus dem Fenster.