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	<title>KathrinSchrader.de &#187; Berliner</title>
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		<title>Berliner Notiz &#8211; Blog 4. September 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 11:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/09/SNC127991.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-473" title="SNC12799" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/09/SNC127991.jpg" alt="" width="552" height="412" /></a>

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<span style="color: #339966;"><strong>Berlin. Oranienstraße 25</strong>. </span>

Schwer zu sagen, wie alt sie ist. Sie trägt ein braun gestreiftes Kopftuch und über die ausladenden Hüften einen schwarzen Mantel, der bis zu den Knöcheln reicht.

Sie drängelt mit einem Plastiksack voller Fladenbrote zwischen den tanzenden Frauen und der Tafel hindurch und verteilt das Brot zwischen den Käseplatten und den Schälchen mit Humus, Tomatensalat und Oliven. Ihre Hände sehen jung aus, fast kindlich.

Ich bin ihr im Weg. „Was schreibst du?“ Ein neugieriger, zugleich skeptischer Blick fällt auf mein Notizbuch. „Ich schreibe über das Frühstück“, sage ich und mache ihr Platz. Sie stößt den Brotsack weiter. Sie macht einen Witz über meine Gummistiefel. Die älteren Frauen auf der anderen Seite der Tafel schauen grinsend herüber.

Ich bin zu Gast beim Frauenfrühstück des Vereins AKARSU in Berlin-Kreuzberg. AKARSU kümmert sich um Frauen und Mädchen aus sozial benachteiligten Familien. Fast alle Frauen an der Tafel tragen das Kopftuch. Auch die Anwältin, die eingeladen wurde, um in rechtlichen Fragen weiterzuhelfen. Die Probleme, in denen sie die Frauen am Tisch berät, drehen sich um Familienprobleme und Ärger mit dem Jobcenter.

Die Angestellten des Vereins, typische Kreuzberger Akademikerinnen, zeigen ihr Haar: glatt oder gelockt, meist bis zur Schulter oder länger. Sie tragen Jeans, Pullover und Brille. Auf den ersten Blick kann ich zwischen türkischen und deutschen Frauen nicht unterscheiden. Eine Sozialarbeiterin erzählt, sie sei mit der Rechtsanwältin zur Schule gegangen und erstaunt, dass sie jetzt ein Kopftuch trägt.

Ayla Yilmaz, die Vorstands-Vorsitzende, kommt später. Sie trägt ein buntes Sommerkleid und ein herzliches Lachen. An ihren Ohren glitzern Steine im rötlichen Ton ihres welligen Haares. Ich habe die Geschäftsfrau in einem Salon getroffen. Ich mochte sofort ihre herzliche, offene Art und wie sie sofort meine zwanzigjährige Tochter Selma umarmte, weil sie einen türkischen Namen trägt. Aber Selma ist auch ein jüdischer Name. Wir nannten unsere Tochter nach einer ihrer jüdischen Tanten aus Amerika. Ich glaube, dass Ayla und Selma sich sofort umarmten und den ganzen Abend lang unterhielten, lag an ihrem ähnlichen Temperament. Selma wird auf Grund ihres Namens und ihres Aussehens in Berlin oft für eine türkische Frau gehalten. Sie ist nicht sehr groß und etwas rundlich, hat volles, gelocktes Haar und ausdrucksvolle, hellbraune Augen.

Ayla zog zwei Visitenkarten aus ihrer Tasche, die ihrer eigenen Firma –sie arbeitet als Steuerberaterin- und die des Vereins Türkischer Unternehmer und Handwerker Berlins, den sie mit ihrem Mann Hüseyin gegründet hat. Hüseyin Yilmaz ist auch der Geschäftsführer von AKARSU. Die Yilmaz sind jetzt in den Fünfzigern. Sie haben sich beim Studium in Deutschland kennengelernt. Ihre Töchter sind inzwischen erwachsen.

Als ich Ayla und Hüseyin gegenüber sitze, mit einem süßen, dunklen Tee, dann stelle ich mir vor, dass es früher in Berlin viele solcher engagierten jüdischen Paare gegeben hat. Sie haben die Atmosphäre der Stadt, ihre Dynamik und ihren Witz, nachhaltig geprägt.

Sie habe nichts gegen das Kopftuch, wenn es aus religiösen Gründen getragen werde, sagt Ayla. Auch ihre Mutter habe immer ein Kopftuch getragen. Aber in den letzten Jahren bekomme es immer stärker eine politische Bedeutung, in der Türkei zum Beispiel, wo die konservative AKP regiert und Frauen sich berufliche Vorteile vom Kopftuch versprächen.

Die kleine Frau mit dem Brotsack möchte nicht, dass ich ihren Namen in mein Notizbuch schreibe, aber sie verrät mir ihr Alter: Vierunddreißig. Sie ist geschieden. Ihre Tochter ist zehn Jahre alt. Einen Beruf hat sie nicht gelernt. Sie putzt morgens in einem Café. Sie macht eine wegwerfende Geste. „Was möchtest du gern machen?“ frage ich. „Zu Hause bleiben und schlafen“, antwortet sie. Sie kichert. „Witz“, sagt sie.

Sie sagt, ihre Religion verlange, dass sie das Kopftuch trägt. „Aber es sind religiöse Frauen hier, die kein Kopftuch tragen“, sage ich. Sie zieht die Schultern hoch. „Warum du?“, bohre ich weiter. Sie weist mit der Hand in die Runde der Frauen, als delegiere sie meine Frage weiter. „Muss“, sagt sie. Unter dem Kopftuch sehe ich den lockigen Haaransatz über ihren kleinen Ohren. Sie kommt mir plötzlich bekannt vor, als wäre ich ihr schon einmal begegnet, ohne Kopftuch, beim Fußballgucken in dem Café in meiner Straße, mit einer glitzernden Spange im Haar. Ich meine nicht, dass sie es war. Ich meine, dass ich eine Frau gesehen habe, die genauso schaute, sprach und kicherte wie sie.]]></description>
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		<title>Einmal Westend und zurück</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 11:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<em>Ein einsamer Wissenschaftler, ein reinlicher Botschaftsmitarbeiter, eine enttäuschte Französin - auf der Suche nach einem WG-Zimmer in Berlin macht man jede Menge Bekanntschaften. Aber findet man auch ein Zuhause?  </em>

<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/11/snc12777.JPG" height="418" width="561" />

Es ist in Berlin möglich, von einem Tag auf den anderen umzuziehen. Vorausgesetzt, man reist mit Handgepäck. Transportfirmen sind auf Wochen ausgebucht. Umherziehen ist ein Normalzustand der Berliner. <strong>Die Stadt bietet jederzeit teil-, voll – und nichtmöblierte Zimmer, halbe Wohnungen, Gartenlauben, auch komplette Häuser. Katzen und Hunde inklusive.</strong>
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		<title>Das zerrissene Netz</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 19:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Annonce]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<em>Das ist die Geschichte zu einer Annonce, die ich in der Zweiten Hand fand: Imbissverkäuferin, Frau 47 z. Zt. im offenen Vollzug, sucht Job als Imbissverkäuferin Erfahrung Schicht kein Problem nur Festeinstellung.</em>

Nach der Anhörung ruft sie ihre Tochter an. Sie sagt, dass es ein guter Richter war, dass nur drei Prozent aller Strafgefangenen in Berlin die Hälfte der Haft erlassen bekommen. Sie sagt: „Ich hab dich lieb“, und küsst ins Telefon. Ihre Tochter ist sechsundzwanzig Jahre alt. Ihre fünf Kinder sind alle erwachsen. Sie werden zusammen feiern. Sie werden reden, essen und Spiele machen, wie zu Weihnachten und den Geburtstagen.

Sie haben viel durchgemacht, die Kinder und sie. Das schweißt zusammen. Jetzt hat sie auch einen Lebensgefährten, der sie respektiert. Die Familie ist ihr Netz. Sabine Lemke steht im Garten der Haftanstalt Ollenhauer Straße. Sie blickt hinauf in den klaren Himmel. Sie ist frei, aber sie fühlt sich erschöpft.
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		<title>Der Amateur</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 20:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Annonce]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<em>Dies ist die Geschichte zu einer Annonce, die ich in Zitty fand: Amateurdarsteller/innen gesucht für Poesiekunstfilme. Keine Gage, interessante Mitarbeit und Spass. Harald</em>

<strong>Zur Filmvorführung in die Z-Bar sind einige junge Frauen und zwei ältere Männer gekommen. Die jungen Frauen haben in dem Film mitgespielt. Die Männer sind langjährige Beobachter der Filmprojekte des 74jährigen Künstlers Harald Budde. Sie verpassen keine seiner Aufführungen. </strong>

<strong>Harald Budde trägt eine karierte Schirmmütze, die er den ganzen Abend nicht absetzen wird. Darunter fließt sein gutmütiges Gesicht auseinander. Er raucht eine Zigarre. Der Künstler und sein Publikum haben sich um den hintersten Tisch der Bar versammelt. Budde behält die Eingangstür im Auge. Ein paar Minuten möchte er noch warten. Drei Stunden wird sein neuester Film dauern. Das ist die übliche Länge. Eine Pause ist nach dem zweiten Rollenwechsel vorgesehen. In keiner Zeitung, auch nicht auf der Website der Z-Bar, wird das Ereignis angekündigt. Das ist Teil von Buddes Konzept.</strong>Er hält ein Streichholz unter seine erloschenen Zigarre. Die Spitze blakt. Er saugt. Rauchwölkchen steigen ihm ins Gesicht. Als das Zündholz abgebrannt ist, geht auch die Zigarre wieder aus. „Tolstoi hat gesagt: Wenn man mit seiner Kunst auch nur eine Person tief berührt, hat man alles erreicht.“
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		<title>Berliner Notiz-Blog 16. Februar 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 06:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
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		<category><![CDATA[jüdische Männer]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/02/agotfryd-irene-runge-leiterin-des-vereins.JPG" height="353" width="476" />

Er habe die Jahre in Berlin zwischen Ober – und Unterkiefer verbracht, erzählt der pensionierte Zahnarzt Anatol Gotfryd nach seiner Lesung im Jüdischen Kulturverein. So meisterhaft er seine Biographie „Der Himmel in den Pfützen“ – ein Leben zwischen Galizien und dem Kurfürstendamm, schrieb, trägt er nun noch einige Anekdoten seines Lebens vor. Mit diesem verschmitzten Lächeln. Bei den gediegenen Veranstaltungen des Vereins im Centrum Judaicum herrscht eine familiäre Atmosphäre. Die Zuhörer: Überlebende, deren Kinder, Freunde des Vereins und immer mehr solche, die den Verein in den letzten Jahren entdeckten. Er bleibt ein Geheimtipp. Ob man mit ihm denn jiddisch sprechen könne, fragt eine der ältesten Zuhörerinnen den Autor. Gotfryd schüttelt den Kopf. Zu lange liegt seine Kindheit zurück, zu früh musste er sie verlassen. Heute ist er 78 Jahre alt.]]></description>
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		<title>Lillys Klavier</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 20:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Annonce]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<strong>Ein Mädchen aus Schöneberg hat wenig Geld, aber gute Ideen</strong>

Wenn Lilly und ihr Bruder Robin morgens aus dem Haus treten, rollen die Blumenverkäuferinnen nebenan die Rosenbüsche und Palmen hinaus auf den Bürgersteig und die Buchhändlerin sucht wie jeden Tag vergeblich einen Parkplatz vor ihrem Geschäft. Lilly und Robin wohnen am Bayerischen Platz in Schöneberg.]]></description>
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		<title>Giovannis Weihnachtshügel</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 11:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Annonce]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<strong>Am Britzer Damm, Ecke Tempelhofer Weg spritzen die Autos vierspurig über die nassen Straßen. Hat man die Ampeln hinter sich gelassen und den asphaltierten Weg hinauf zu Giovannis Tannenbaum-Verkauf genommen, ist es plötzlich da, dieses Gefühl, dem man zuerst misstraut, weil es an vielen Orten der Stadt vergeblich herauf beschworen wird: Weihnachten.</strong>

Vielleicht liegt es an dem Himmel, der sich in den Farben der Dämmerung ausbreitet. Hinter Giovannis Weihnachtshügel klafft ein Loch in der Stadt. ]]></description>
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		<title>Rami im Glück mit Bafög</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 13:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[oiseau migrateur]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<strong>Ein junger Migrant will Ingenieur werden - genau, was Deutschland braucht. Fast wäre er an dummen Regeln gescheitert</strong>

<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2008/07/100_4594.JPG" height="189" width="286" />

<strong>Nur ein einziges Mal hatte Rami das Gefühl, diskriminiert zu sein in Deutschland, weniger Wert als seine Freunde, die hier geboren sind. Das war, als er im letzten Herbst sein Studium begann und erfuhr, dass ihm kein Bafög zusteht.</strong>

Rami fand das ungerecht. Nur, weil seine Eltern nicht lange genug in Deutschland gearbeitet hatten. Dabei hatten sie doch von Anfang an arbeiten wollen, aber nicht gedurft.
Seit er zwölfjährig mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester nach Berlin gekommen war, hatte er sich in der Stadt wohl gefühlt. ]]></description>
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		<title>Kultur der Mischung</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2008/06/02/kultur-der-mischung/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 14:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[Edouard Glissant]]></category>
		<category><![CDATA[Kreolisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kreolisierung]]></category>
		<category><![CDATA[oiseau migrateur]]></category>
		<category><![CDATA[Reunion]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong><img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" /></strong>

<strong>Isabelle Bruniquet hat afrikanische, asiatische und europäische Wurzeln. Sie weiß nicht recht, wohin sie gehört</strong>

<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2008/06/isabelle-lucien-ahnen.jpg"><img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2008/06/isabelle-lucien-ahnen.jpg" height="304" width="399" /></a>

Wegen ihres Akzents glaubt man, sie sei Französin. Sie ist schlank.  Sie hat hellgrüne Katzenaugen, rotes Haar und Sommersprossen.
Die Schwarzen im Lumumba, ihrem Lieblingsclub in der Karl-Marx-Allee, sagen: „Du bist doch eine von uns. Hast eben nur die falsche Hautfarbe.“

„Es ist mein Dilemma“, sagt Isabelle Bruniquet. „Ich weiß eigentlich selbst nicht, wer ich bin.“]]></description>
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		<title>Die Schrittmacherin</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 14:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Amputierten-Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schrittmacherin]]></category>
		<category><![CDATA[Helden]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkassen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/12/logo_verlagsseiten.thumbnail.gif" /></p>
<strong>Dagmar Gail kämpft um jeden Zentimeter Mensch </strong>

Ihr antiker Schreibtisch ist überladen mit Paragraphen und deren Deutungen, Entwürfen, Lexika, Briefen und Fachzeitschriften. Die Ordner stapeln sich nebenbei auf dem Teppich. Pfeif auf die Papiere. Das Telefon klingelt ununterbrochen an diesem Vormittag.

Eine Frau aus Suhl möchte sterben. Dagmar Gail kennt diesen Wunsch.]]></description>
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