<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KathrinSchrader.de &#187; Berliner Notiz-Blog</title>
	<atom:link href="http://www.kathrinschrader.de/topics/berliner-notiz-blog/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kathrinschrader.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Jan 2012 11:14:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.1</generator>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog, 29. Juni 2011</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2011/06/29/berliner-notiz-blog-29-juni-2011/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2011/06/29/berliner-notiz-blog-29-juni-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 16:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Assamblea]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=945</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Gift gegen griechische Demonstranten</strong>

Von meinem Schreibtisch aus schaue ich zu, wie in Athen Demonstranten mit Gas - und Atemmasken und nassen Tüchern vor dem Gesicht auf der Flucht vor den Polizeigeschwadern auseinander stieben. Die Kamera zittert, man sieht ein Chaos von Beinen, den Himmel, dichte, graue Wolken - der Pavillon des Fernsehsenders wurde umgerissen. 

Es ist 15:34. Gerade hat das Parlament in Athen den Sparmaßnahmen zugestimmt. Die Kamera taucht aus dem Chaos wieder auf, hält auf einen jungen Mann mit hellbraunen, langen Haaren. Er hat ein Handtuch vor das Gesicht gepresst. Er atmet schwer und hält sich an irgendetwas fest, den Blick nach unten gerichtet. Er muss sich sammeln, konzentrieren, damit er weiterlaufen kann, trotz der Übelkeit. 

Rauchschwaden steigen über den Straßen auf. Leute rufen, schreien, husten. Dazwischen, wechselnd in Französisch und Englisch, ein Aufruf an alle Zuschauer, die griechischen Botschaften in allen Ländern anzurufen, um gegen den Gifteinsatz zu protestieren. Die Demonstranten seien unbewaffnet. Sie sind tatsächlich unbewaffnet. Es sind ganz normale Leute, in Sommerkleidung. Manche tragen einen Rucksack. Eben sah die Demonstration von oben noch aus wie Markttreiben. 
Der Sprecher hat Probleme mit der Stimme. Wir machen weiter, sagt er. Wir werden siegen. 

Neben dem Film läuft ein Chat. Menschen in verschiedenen Sprachen tauschen Botschaften aus, kurze, wirre Gesprächsfetzen. Verschwörungstheorien tauchen auf. Leute streiten über Sozialismus und Kommunismus. Jemand sagt, Merkel sei doch kommunistisch erzogen und daher käme das Unglück. 

Die Bilder kommen nicht aus Libyen oder aus einem anderen Land eines anderen, durchgeknallten Diktators. Sie kommen aus Athen. In Athen stand die Wiege Europas. Hier fand die Antike statt. Die Demokratie wurde von den Athenern erfunden. Nicht ganz die Demokratie, auf die wir einmal so stolz waren, denn damals in der Antike waren noch keine Frauen dabei. 

Selten in meinem Leben haben mich Bilder so schockiert. Das letzte Mal am 11. September. Das hier ist wieder ein 11. September. Nichts wird so bleiben wie es ist. Eine Welt geht gerade zugrunde. Und es gibt tatsächlich Idioten, die glauben, Europa wäre gerettet, weil das griechische Parlament dem Sparpaket zugestimmt hat.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2011/06/29/berliner-notiz-blog-29-juni-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 25. Mai 2011</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2011/05/25/berliner-notiz-blog-25-mai-2011/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2011/05/25/berliner-notiz-blog-25-mai-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 May 2011 08:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=884</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2011/05/Wir-sind-ein-Volk.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-885" title="Wir sind ein Volk" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2011/05/Wir-sind-ein-Volk.jpg" alt="" width="551" height="412" /></a>

<span style="color: #800000;">Am 21. Mai 2011 in Berlin
Foto: Johanna Martin </span>

Vor einigen Wochen reiste eine Französin nach Berlin, um sich mit linken, politischen Gruppen zu vernetzen. Sie war kurz zuvor in Frankreich dafür ausgezeichnet worden, gemeinsam mit anderen Arbeitslosen ein Web-Radio auf die Beine gestellt zu haben.
In Berlin suchte sie nach einer Demonstration gegen Sozialabbau. Die einzige Demo, die sie schließlich fand, war die der Hartz-IV-Empfänger, die sich jeden Montag an der Weltzeituhr versammeln. Maxi Leinkauf berichtete im Freitag über diese armselige Truppe.

http://www.freitag.de/alltag/1110-sisyphos-vom-alex

Die Französin war erstaunt und ein bisschen enttäuscht, dass in Berlin nichts läuft, obwohl doch inzwischen in so vielen europäischen Ländern demonstriert wird: In Frankreich, in Spanien, in Griechenland....

Plötzlich bewegt sich etwas. Letzten Samstag schickte mir eine Freundin über Facebook die Einladung zu einer Demonstration am Brandenburger Tor. Die Bewegung -Wahre Demokratie Jetzt- aus Spanien hatte diese Demo an zwei Tagen organisiert. Die Zahl der Teilnehmer verdoppelte sich von Freitag zu Samstag. He, und da waren plötzlich Schilder wie dieses auf dem Foto zu sehen! Die Bewegung "Wahre Demokratie Jetzt" organisiert in vielen europäischen Städten Demonstrationen. Jeden Tag, erstaunlich häufig in Leipzig, hoffentlich bald wieder in Berlin, der Geburtsstadt des geistigen Urgroßvaters der Bewegung, Stéphane Hessel, der seine Streitschrift "Indignez-vous" (Empört Euch) vor allem an junge Menschen wie diese richtete, die nun "Yes, we camp!" überall für ihre Rechte auf die Straße gehen.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2011/05/25/berliner-notiz-blog-25-mai-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 21. Mai 2011</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2011/05/21/berliner-notiz-blog-21-mai-2011/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2011/05/21/berliner-notiz-blog-21-mai-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 May 2011 12:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[der Hitler den Kopf abriss]]></category>
		<category><![CDATA[die auf Stelen hüpfen]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust-Mahnmal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=869</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2011/05/100_4621.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-870" title="100_4621" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2011/05/100_4621.jpg" alt="" width="547" height="361" /></a>

<span style="color: #ff6600;">ein junger Amerikaner im U-Bahnhof Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte </span>

Ich kann <strong>Lars von Trier</strong> nicht mehr leiden. Ich mag nicht Männer, die sich wie pubertierende Jungs benehmen, sobald sie zwischen zwei schönen Frauen sitzen. Kirsten Dunst (während der Pressekonferenz zu seiner Linken, Charlotte Gainsbourgh saß rechts von ihm) rückte sichtbar von ihm ab und hat wohl einen Moment überlegt, ob sie aufstehen und gehen sollte, blickte sich um, ob andere an der Tafel den gleichen Impuls verspüren.

Ich habe mir die Pressekonferenz nicht in erster Linie wegen der Nazi-Kiste angeschaut, sondern weil ich mich gerade mit Melancholie beschäftige und wissen wollte, ob von Trier etwas zum Titel seines Films gesagt hat.

<strong>Ist es gerechtfertigt, einen Erwachsenen, der den pubertierenden Provokateur als Kunst-Performer verkaufen will, von der Côte d'  Azur zu verbannen?</strong>
<h1>Ja! Ja! Ja!</h1>
&#160;

Weil von Triers Statement wie ein Elektroschock für uns ist, die wir tagtäglich mit den Folgen der Nazizeit leben müssen. Sie ist ein Schlag für die Kinder der Holocaust-Überlebendenden, die von ihrer Familiengeschichte stark belastet sind, ebenso wie für die Enkel, die noch immer mit den Traumen ihrer Eltern und Großeltern leben müssen. Sie trifft alle Kinder, deren Mütter und Väter als Kinder durch den Krieg und seine Folgen schwer verletzt wurden. 

Die Generation der Enkel, meine Generation, ist die erste, die diese Familiengeschichten bewusst reflektiert. Vielleicht gelingt es uns, den Teufelskreis zu druchbrechen. Aber noch müssen wir täglich damit fertig werden.

Lars von Trier soll zu Hause vor dem Fernseher bei einem Bier bleiben, auch zwei, so viel er will, um mit sich selbst auf seine deutschen Wurzeln anzustoßen. Meinetwegen. Aber er soll uns mit seinen öffentlichen Auftritten verschonen.

<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2011/05/Foto-22.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-871" title="Foto 22" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2011/05/Foto-22.jpg" alt="" width="183" height="137" /></a>

Eure Kathrin

&#160;]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2011/05/21/berliner-notiz-blog-21-mai-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz &#8211; Blog 4. September 2010</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2010/09/04/berliner-notiz-blog-4-september-2010/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2010/09/04/berliner-notiz-blog-4-september-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 11:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[Reportage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=470</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/09/SNC127991.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-473" title="SNC12799" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/09/SNC127991.jpg" alt="" width="552" height="412" /></a>

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

&#160;

<span style="color: #339966;"><strong>Berlin. Oranienstraße 25</strong>. </span>

Schwer zu sagen, wie alt sie ist. Sie trägt ein braun gestreiftes Kopftuch und über die ausladenden Hüften einen schwarzen Mantel, der bis zu den Knöcheln reicht.

Sie drängelt mit einem Plastiksack voller Fladenbrote zwischen den tanzenden Frauen und der Tafel hindurch und verteilt das Brot zwischen den Käseplatten und den Schälchen mit Humus, Tomatensalat und Oliven. Ihre Hände sehen jung aus, fast kindlich.

Ich bin ihr im Weg. „Was schreibst du?“ Ein neugieriger, zugleich skeptischer Blick fällt auf mein Notizbuch. „Ich schreibe über das Frühstück“, sage ich und mache ihr Platz. Sie stößt den Brotsack weiter. Sie macht einen Witz über meine Gummistiefel. Die älteren Frauen auf der anderen Seite der Tafel schauen grinsend herüber.

Ich bin zu Gast beim Frauenfrühstück des Vereins AKARSU in Berlin-Kreuzberg. AKARSU kümmert sich um Frauen und Mädchen aus sozial benachteiligten Familien. Fast alle Frauen an der Tafel tragen das Kopftuch. Auch die Anwältin, die eingeladen wurde, um in rechtlichen Fragen weiterzuhelfen. Die Probleme, in denen sie die Frauen am Tisch berät, drehen sich um Familienprobleme und Ärger mit dem Jobcenter.

Die Angestellten des Vereins, typische Kreuzberger Akademikerinnen, zeigen ihr Haar: glatt oder gelockt, meist bis zur Schulter oder länger. Sie tragen Jeans, Pullover und Brille. Auf den ersten Blick kann ich zwischen türkischen und deutschen Frauen nicht unterscheiden. Eine Sozialarbeiterin erzählt, sie sei mit der Rechtsanwältin zur Schule gegangen und erstaunt, dass sie jetzt ein Kopftuch trägt.

Ayla Yilmaz, die Vorstands-Vorsitzende, kommt später. Sie trägt ein buntes Sommerkleid und ein herzliches Lachen. An ihren Ohren glitzern Steine im rötlichen Ton ihres welligen Haares. Ich habe die Geschäftsfrau in einem Salon getroffen. Ich mochte sofort ihre herzliche, offene Art und wie sie sofort meine zwanzigjährige Tochter Selma umarmte, weil sie einen türkischen Namen trägt. Aber Selma ist auch ein jüdischer Name. Wir nannten unsere Tochter nach einer ihrer jüdischen Tanten aus Amerika. Ich glaube, dass Ayla und Selma sich sofort umarmten und den ganzen Abend lang unterhielten, lag an ihrem ähnlichen Temperament. Selma wird auf Grund ihres Namens und ihres Aussehens in Berlin oft für eine türkische Frau gehalten. Sie ist nicht sehr groß und etwas rundlich, hat volles, gelocktes Haar und ausdrucksvolle, hellbraune Augen.

Ayla zog zwei Visitenkarten aus ihrer Tasche, die ihrer eigenen Firma –sie arbeitet als Steuerberaterin- und die des Vereins Türkischer Unternehmer und Handwerker Berlins, den sie mit ihrem Mann Hüseyin gegründet hat. Hüseyin Yilmaz ist auch der Geschäftsführer von AKARSU. Die Yilmaz sind jetzt in den Fünfzigern. Sie haben sich beim Studium in Deutschland kennengelernt. Ihre Töchter sind inzwischen erwachsen.

Als ich Ayla und Hüseyin gegenüber sitze, mit einem süßen, dunklen Tee, dann stelle ich mir vor, dass es früher in Berlin viele solcher engagierten jüdischen Paare gegeben hat. Sie haben die Atmosphäre der Stadt, ihre Dynamik und ihren Witz, nachhaltig geprägt.

Sie habe nichts gegen das Kopftuch, wenn es aus religiösen Gründen getragen werde, sagt Ayla. Auch ihre Mutter habe immer ein Kopftuch getragen. Aber in den letzten Jahren bekomme es immer stärker eine politische Bedeutung, in der Türkei zum Beispiel, wo die konservative AKP regiert und Frauen sich berufliche Vorteile vom Kopftuch versprächen.

Die kleine Frau mit dem Brotsack möchte nicht, dass ich ihren Namen in mein Notizbuch schreibe, aber sie verrät mir ihr Alter: Vierunddreißig. Sie ist geschieden. Ihre Tochter ist zehn Jahre alt. Einen Beruf hat sie nicht gelernt. Sie putzt morgens in einem Café. Sie macht eine wegwerfende Geste. „Was möchtest du gern machen?“ frage ich. „Zu Hause bleiben und schlafen“, antwortet sie. Sie kichert. „Witz“, sagt sie.

Sie sagt, ihre Religion verlange, dass sie das Kopftuch trägt. „Aber es sind religiöse Frauen hier, die kein Kopftuch tragen“, sage ich. Sie zieht die Schultern hoch. „Warum du?“, bohre ich weiter. Sie weist mit der Hand in die Runde der Frauen, als delegiere sie meine Frage weiter. „Muss“, sagt sie. Unter dem Kopftuch sehe ich den lockigen Haaransatz über ihren kleinen Ohren. Sie kommt mir plötzlich bekannt vor, als wäre ich ihr schon einmal begegnet, ohne Kopftuch, beim Fußballgucken in dem Café in meiner Straße, mit einer glitzernden Spange im Haar. Ich meine nicht, dass sie es war. Ich meine, dass ich eine Frau gesehen habe, die genauso schaute, sprach und kicherte wie sie.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2010/09/04/berliner-notiz-blog-4-september-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 11. September 09</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/11/berliner-notiz-blog-11-september-09/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/11/berliner-notiz-blog-11-september-09/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 08:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[ein neues forum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/09/11/berliner-notiz-blog-11-september-09/</guid>
		<description><![CDATA[<em>LESEN!!! Die großartige Eröffnungsrede von Arundhati Roy zum Literaturfestival in Berlin</em>

<strong>Das schwindende Licht der Demokratie </strong>

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/kultur/138137/138138.php]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/11/berliner-notiz-blog-11-september-09/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 8. September 09</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/08/berliner-notiz-blog-8-september-09/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/08/berliner-notiz-blog-8-september-09/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 09:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland heute]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/09/08/berliner-notiz-blog-8-september-09/</guid>
		<description><![CDATA[<meta name="Titel" /> <meta name="Stichwörter" /> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" /> <meta name="ProgId" content="Word.Document" /> <meta name="Generator" content="Microsoft Word 2008" /> <meta name="Originator" content="Microsoft Word 2008" />
<style> <!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:Cambria; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Cambria; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 	{size:595.0pt 842.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> </style> <!--[if gte mso 10]>

<style>  /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} </style> < ![endif]-->  <!--StartFragment-->Die Zahl der Kinder, die in Deutschland von Armut bedroht sind, nimmt immer mehr zu. Deutschland liegt in der Liste der industrialisierten Länder, die es nicht auf die Reihe bekommen, sich um ihre Kinder zu kümmern, ganz weit vorn. Irgendetwas stimmt nicht in diesem Land.

Am liebsten würde ich aus der Herde des „Wählerviehs“ ausscheren. Endlich. Geht aber nicht. Denn da ist immer noch die NPD, gegen die man anwählen muss. Jetzt habe ich begriffen, warum die Nazis in Deutschland nicht endlich verboten werden.

Damit wir, der verantwortungsbewusste Rest des Landes, an die Wahlurnen geht. Man erpresst uns!!

Wir sind moralisch gezwungen, mit unserer Stimme Personen, die Banken retten, aber Kinder im Stich lassen, Dienstwagen, Chauffeure, Einfluss und das beste Essen zu sichern. Und selbst brav weiter zu hungern. Wie lange lassen wir uns das noch bieten?

Die Zahl der Selbständigen, die Hartz IV beantragen müssen, hat sich seit 2004 verdoppelt. Das heißt, das nicht nur Menschen ohne Arbeit oder mit zu wenig Arbeit von Hartz IV leben, sondern auch die Unternehmen. Denn würden die Unternehmer richtige Löhne zahlen, müsste kein Selbständiger Sozialhilfe beantragen. Man kann also sagen, dass das ganze Land an Hartz IV nuckelt. Das ganze Land nuckelt und schweigt. Prost!

<!--EndFragment-->
]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/08/berliner-notiz-blog-8-september-09/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 7. September 09</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/07/berliner-notiz-blog-7-september-09/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/07/berliner-notiz-blog-7-september-09/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 09:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Office]]></category>
		<category><![CDATA[September]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/09/07/berliner-notiz-blog-7-september-09/</guid>
		<description><![CDATA[<meta name="Titel" /> <meta name="Stichwörter" /> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" /> <meta name="ProgId" content="Word.Document" /> <meta name="Generator" content="Microsoft Word 2008" /> <meta name="Originator" content="Microsoft Word 2008" />
<style> <!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:Cambria; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Cambria; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 	{size:595.0pt 842.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> </style> <!--[if gte mso 10]>

<style>  /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} </style> < ![endif]-->  <!--StartFragment-->Im September sind alle wieder zurück. Wir treffen uns, reden von den Ferien, gönnen uns in den milden Nächten noch einen Nachschlag vom Sommer. Nie sehen die Leute so gut aus wie jetzt.

Ich habe mir im letzten Monat ein paar freie Tage gegönnt, war zwischendurch hier, aber meine Aufenthalte im Büro waren wie die Löcher in einem Schweizer Käse. Es zählte nur das Drumherum: Die Touren mit meinem neuen Mountainbike im Harz, Schwimmen gehen, die Tage mit Sam, dem Sohn von meinem Freund Philippe, der jedes Jahr seine Sommerferien in Berlin verbringt und für den Rest des Jahres in Guyana lebt.

In unserem Office haben zwei Neue angefangen. Johanna, eine Grafik-Designerin und Bippo, ein Journalist. Er hat von einer zweimonatigen Recherche in Ruanda Kaffee mitgebracht. Also haben wir mit ruandischen Kaffee angestoßen. Für einen kurzen Moment, als unsere Tassen aneinander stießen, waren wir verbunden, ein SommerEnd-Team, bevor jeder an seinen Schreibtisch zurück kehrte und allein für sich wieder seinen Job tat, wie bisher, eine zufällige Gemeinschaft von Einzelkämpfern, die kaum etwas voneinander wissen, ständig bedroht von Geldmangel, auch der Angst, sich diesen schönen Arbeitsplatz in der Nähe der Spree nicht mehr leisten zu können.

Auf ein gutes, neues Jahr, hätte ich beinahe gesagt, wirklich, ich fände den Jahreswechsel am 1. September passender als zu Silvester. Man könnte am Strand feiern und wäre nicht so erledigt von Weihnachten.

<!--EndFragment-->
]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/09/07/berliner-notiz-blog-7-september-09/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 14. April 09</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/04/14/berliner-notiz-blog-11-april-09/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/04/14/berliner-notiz-blog-11-april-09/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 08:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Feng-Shui von Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/04/14/berliner-notiz-blog-11-april-09/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/04/snc14439.JPG" alt="" width="398" height="297" />

<strong>Das Feng-Shui von Berlin</strong><strong> </strong>

Hausnummern wurden erfunden, damit man sich besser zurechtfindet, und in den meisten Städten klappt das auch ganz gut. Nicht in Berlin.

Am S-Bahnhof Friedrichstraße sprach mich gestern eine Frau an, ob ich ihr sagen könne, in welche Richtung sie zur Friedrichstraße Nummer 235 laufen müsse.

Wir gingen ein Stück in Richtung des Kultur-Kaufhauses und stellten fest, dass wir uns auf dieser Seite der Straße in den Neunziger-Nummern befinden. Gegenüber entdeckten wir die Nummern 150 und die 151. Wo aber könnte die 235 sein? In den meisten Städten befinden sich die geraden Zahlen auf der einen, die ungeraden auf der anderen Straßenseite. Man braucht im Grunde nur zwei Häuser, um festzustellen, in welche Richtung sie auf – oder absteigend verlaufen und kann dann ungefähr schätzen, wie weit es noch bis zur gesuchten Adresse ist.

Nicht in Berlin. Hier zählten die Hausnummernvergeber, nachdem sie ein Haus auf der rechten oder linken Straßenseite zur Nummer 1 erklärt hatten, auf dieser Seite einfach immer weiter bis zum Ende der Straße, und anschließend auf der anderen Seite der Straße, rückwärts weiter, so dass die Nummer 1 schließlich der größten Hausnummer gegenüber liegt. Man muss sich das wie eine Haarnadel vorstellen.

Die Friedrichstraße ist sehr lang, eine der größten Haarnadeln Berlins. Ich wusste nicht, ob sich die Nummer 1 am nördlichen oder südlichen Ende befindet. Aber selbst wenn ich es gewusst hätte, wären wir nicht weitergekommen, denn ebenso gut hätte die 235 eines der letzten Häuser auf der Seite der aufsteigenden 90er Nummern sein können als auf der linken Seite mit den aufsteigenden 150er Nummern. Jede der beiden Möglichkeiten lag einige Kilometer von unserem Standpunkt entfernt. Was ich sicher sagen konnte, war nur, dass die Hausnummer 235 wahrscheinlich zu den höchsten in der Friedrichstraße gehört. Tja. Aber diese Information brauchte die Frau nicht.

Sie hatte noch zehn Minuten Zeit bis zu ihrem Vorstellungsgespräch bei einer Firma in der Nummer 235. Sie rieb nervös die Knie aneinander. Sie trug einen kurzen, schmalen Rock. Ich fragte sie, um was für eine Firma es sich handele. Sie sagte, es sei ein Vertrieb für Kommunikationssysteme. Mein Instinkt sagte mir, dass ein Vertrieb nicht in die Nachbarschaft der Start-ups und Werbeagenturen im Norden passt, eher schon an das unschicke, südliche Ende der Friedrichstraße.

Zu Hause schaute ich nach und stellte fest, dass ich sie in die richtige Richtung geschickt hatte. Sie hatte wirklich Glück, dass ich mich so gut in Berlin auskenne.

Wer hat sich nur dieses verwirrende Nummernsystem ausgedacht, in einer Stadt, in der man sich eh immer wie kurz nach einer Explosion fühlt, weil ihre Zentren so weit verstreut liegen? Ein Feng-Shui-Experte sagte, das läge an dem vielen Wasser in der Stadt. Tatsächlich kann Berlin mehr Wasser und Brücken vorweisen als Venedig. In der City breitet die Spree ihre Arme aus. Ein Netz von Kanälen durchzieht die Stadt. Weiter draußen strömen Havel und Dahme, nicht zu vergessen die kleine Panke, die teilweise unterirdisch der Spree entgegen kollert. Das fließende Wasser, sagte der Feng-Shuist, schaffte die berlintypische Unruhe und das Chaos in der Stadt. Es erschwere die Bildung von verlässlichen Strukturen. Die Flüsse trügen das Alte unermüdlich mit sich fort und schafften ständig Neues herbei. Nichts könne sich dauerhaft an diesem Ort etablieren, keine Tradition, keine große Familiendynastie und auch kein Reichtum.

Ich vermute, dass es diese Energie des fließenden Wassers ist, die ich spüre, sobald ich am Hauptbahnhof nach längerer Abwesenheit meinen Fuß auf den Bahnsteig setze. Es ist diese Energie, die mich sofort fröhlich macht, wenn ich zurück nach Hause komme. Ich strudele im Strom der Passanten, die getrieben von Projekten und Plänen, immer gerade zu einer Beratung, einem Meeting, einer Präsentation oder Meditation hasten.

Die Berliner sind blass, schlecht ernährt und nachlässig gekleidet, aber immer voller Optimismus. Das Wasser treibt uns zu Höchstleistungen und laugt uns aus. Es ist wie eine Droge. Wenn in anderen Städten die Sperrstunde beginnt, kommt das Nachtleben in Berlin gerade erst in Gang. Dann verwechseln die Berliner ihre Tango- Salsa – und Swingnächte mit Schlaf. Am nächsten Tag wundern sie sich, warum sie müde sind. Sie haben doch nur getanzt. Aber schon am nächsten Kiosk blinken grüne und rote Pünktchen und formen das verheißungsvolle Wort: Kaffee.

Das Leben in diesem Teilchenbeschleuniger ist auf Dauer ungesund. Irgendwann, jenseits der dreißig, spürt das jeder. Die jungen Zuwanderer verlassen die Stadt wieder, sobald sie Kinder bekommen und besser bezahlte Jobs in ihren Heimatstädten. Ihren Umzug kündigen sie meist nicht an, aus Angst, dass ihre Freunde sie überreden könnten zu bleiben. Die echten Berliner hingegen reden ständig davon, die Stadt zu verlassen. Aber sie bleiben.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/04/14/berliner-notiz-blog-11-april-09/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 9. März 2009</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/03/09/berliner-notiz-blog-9-marz-2009/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/03/09/berliner-notiz-blog-9-marz-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 11:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/03/09/berliner-notiz-blog-9-marz-2009/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/03/snc14061.JPG" height="227" width="430" />

<strong>Afonso Tiago ist tot.</strong> In der Freitagnacht hat man ihn auf dem Grund der Spree gefunden.

Am Sonntag hing ein Strauß Blumen am Geländer der Schillingbrücke. Zwei Grabkerzen standen davor. Die Blumen und Kerzen sind heute wieder verschwunden. Wahrscheinlich verstießen sie gegen die Sicherheit.

Es ist nur eine kleine Notiz in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung. Keine Anzeichen von Gewalt. Afonso ist in dieser kalten Januar-Nacht ins Eis gebrochen. Ein junger Portugiese, der keine Ahnung von Frost hatte.

Die Blumen auf der Brücke sind verschwunden. Der Fluss schwappt ungerührt weiter.  Das Thema ist durch. Ein Mann mit schweren Stiefeln passiert die Brücke, zieht sich die Kapuze gegen den Wind tiefer ins Gesicht, blickt aggressiv nach draußen. Drüben, vor dem Eingang des Ibis-Hotels, regelt einer am Telefon seine Geschäfte.

Die Sonne scheint. Heute ist Afonsos Geburtstag. Er wäre 28 Jahre alt geworden.

]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/03/09/berliner-notiz-blog-9-marz-2009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Notiz-Blog 16. Februar 2009</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/02/16/berliner-notiz-blog-16-februar-2009/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/02/16/berliner-notiz-blog-16-februar-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 06:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Notiz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[Chain]]></category>
		<category><![CDATA[jüdische Männer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/02/16/berliner-notiz-blog-16-februar-2009/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/02/agotfryd-irene-runge-leiterin-des-vereins.JPG" height="353" width="476" />

Er habe die Jahre in Berlin zwischen Ober – und Unterkiefer verbracht, erzählt der pensionierte Zahnarzt Anatol Gotfryd nach seiner Lesung im Jüdischen Kulturverein. So meisterhaft er seine Biographie „Der Himmel in den Pfützen“ – ein Leben zwischen Galizien und dem Kurfürstendamm, schrieb, trägt er nun noch einige Anekdoten seines Lebens vor. Mit diesem verschmitzten Lächeln. Bei den gediegenen Veranstaltungen des Vereins im Centrum Judaicum herrscht eine familiäre Atmosphäre. Die Zuhörer: Überlebende, deren Kinder, Freunde des Vereins und immer mehr solche, die den Verein in den letzten Jahren entdeckten. Er bleibt ein Geheimtipp. Ob man mit ihm denn jiddisch sprechen könne, fragt eine der ältesten Zuhörerinnen den Autor. Gotfryd schüttelt den Kopf. Zu lange liegt seine Kindheit zurück, zu früh musste er sie verlassen. Heute ist er 78 Jahre alt.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/02/16/berliner-notiz-blog-16-februar-2009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

