<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KathrinSchrader.de &#187; Reportage</title>
	<atom:link href="http://www.kathrinschrader.de/topics/reportage/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kathrinschrader.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Jan 2012 11:14:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.1</generator>
		<item>
		<title>Ein Stück vom Himmel</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2010/11/16/ein-stuck-vom-himmel-2/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2010/11/16/ein-stuck-vom-himmel-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 10:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=585</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.magazine-deutschland.de/"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-612" title="27759_395879982350_31292782350_4073729_6905924_n" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/11/27759_395879982350_31292782350_4073729_6905924_n7-150x104.jpg" alt="" width="150" height="104" /></a>

<span style="color: #333300;">Hier kann für Virtuosen und Dirigenten der Weg nach oben beginnen: Die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin gehört zu den renommiertesten Musikhochschulen. 2010 feiert sie ihr 60-jähriges Bestehen.</span>

<span style="color: #333300;">
</span>

<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/11/Dach_Marstall_5330_Foto_Ernst_Fesseler4.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-589" title="Dach_Marstall_5330_Foto_Ernst_Fesseler" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/11/Dach_Marstall_5330_Foto_Ernst_Fesseler4-1024x682.jpg" alt="" width="653" height="434" /></a>

<span style="color: #333300;">© Foto Ernst Fesseler </span>

„Der Himmel hängt voller Geigen.“ So sagt man in Deutschland, wenn das Leben süß und leicht ist. Der Himmel über Berlin hängt nicht voller Geigen. Die Luft ist meist klar, doch es weht ein rauer Wind. Baulärm steht am Gendarmenmarkt in der Luft. Und doch: auch Musik. Inmitten des Luxusquartiers, das rings um den Gendarmenmarkt entstanden ist, liegt direkt hinter dem berühmten Konzerthaus die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Die Signatur Eislers aus roten Leuchtröhren über dem Eingang, die Fahrradständer vor dem Haus, die jungen Frauen und Männer, die an den Plastiktischen im Foyer Automatenkaffee trinken, das Durcheinander der Instrumente und Stimmen - "Die Eisler" setzt einen Kontrapunkt zu den weiß gedeckten Terrassen der Restaurants und Bars an der Charlottenstraße, zu den Edelläden und den vielen Touristen in diesem Viertel.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2010/11/16/ein-stuck-vom-himmel-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Held der Arbeit</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2010/07/02/held-der-arbeit/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2010/07/02/held-der-arbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 11:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Seite 3]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=286</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />
<h4><span style="color: #800080;"><em>In Wieland Giebels Buchladen Berlinstory werden nicht nur die Kunden glücklich - sondern auch die Angestellten</em></span></h4>
<span style="color: #800080;"><em>
</em></span>

Die Berlinstory Unter den Linden 26 ist keine schöne Buchhandlung. Wahrscheinlich ist sie die hässlichste der Stadt. Gleich am Eingang quellen dem Besucher Ampelmännchen und T-Shirts mit Bärennasen entgegen, gefolgt von Nofretete- und Friedrich – Büsten aus Marmorstaub und Alabastergips, in diesem Jahr auch Luisen in allen Größen, gleich neben den Trabis. Es folgen mehrere Stapel dünner Broschüren mit teilweise dünnen Informationen über die Geschichte Berlins. Der Verkaufsschlager „Die Berliner Mauer 1961-1989“, ein Heft mit knapp erläuterten Fotografien aus dem Landesarchiv Berlin, erhältlich in 10 Sprachen, ist zu einem dicken Klotz vom Boden bis in Brusthöhe gestapelt. 9,80 Euro – Geschichte light für den Easy-Jetter.

Die erste Irritation geht von der Kassiererin aus. Obwohl ziemlich viel los ist, bleibt sie  freundlich. Ihre Freundlichkeit ist weder angestrengt noch laut, sondern natürlich. Befinden wir uns wirklich in einem Touristenladen Unter den Linden? Kein Zweifel.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2010/07/02/held-der-arbeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Frau, die den Rechner zersägt</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2010/05/18/die-frau-die-den-rechner-zersagt/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2010/05/18/die-frau-die-den-rechner-zersagt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 13:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Die Seite 3]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen mit Fünfzig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=254</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/05/100_6033.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-258" title="Cloud" src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/05/100_6033.jpg" alt="" width="535" height="354" /></a>

<span style="color: #ff99cc;">Foto: Kathrin Schrader</span>

<span style="color: #0000ff;"><em>Datenfälschung, Kontenbetrug, Identitätsklau - die Internet-Kriminalität wächst rasant. Claudia Eckert leitet als Professorin eine Forschungsgruppe, die Gegenstrategien entwickelt, auch mit unkonventionellen Methoden</em></span>

Garching. Claudia Eckert ist Informatikerin, Professorin und eine Frau von unruhigem Wesen. Man musste sich etwas einfallen lassen, sie zu halten.

Als Claudia Eckert dem Ruf der Technischen Universität München folgte, den neuen Lehrstuhl „Sicherheit in der Informationstechnologie“ einzurichten, bot ihr das Land Bayern gleich noch ein bisschen Geld zum Forschen an.

Nun baut die 50jährige Wissenschaftlerin in Garching bei München bereits die dritte Zweigstelle des Instituts auf, das sie seit 2001 leitet, das Fraunhofer Institut für Sicherheit in der Informationstechnologie (SIT). Hunderte Spezialisten kämpfen hier in Garching, im Darmstädter Stammsitz des Instituts und einer weiteren Außenstelle bei Bonn gegen Trojaner, Würmer und Viren. <strong>Geführt von Claudia Eckert suchen sie nach  Fehlern in den Immunsystemen der Rechner.</strong>]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2010/05/18/die-frau-die-den-rechner-zersagt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Doktor Hoffnung</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2010/04/19/doktor-hoffnung/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2010/04/19/doktor-hoffnung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 14:22:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Kreolisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/?p=223</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/logo_invert1.gif" alt="Das Magazin - Logo" />

<span style="color: #0000ff;"><em>In Dresden können Gymnasiasten Esperanto lernen, die Plansprache, die die Welt einmal verbinden sollte. Der Lehrer hat den Traum davon noch nicht aufgegeben und hofft, dass seine Schüler den Kurs durchhalten</em></span>

<span style="color: #0000ff;"><em><a href="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/04/Portrait-022.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-228" title="Benoît Philippe " src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2010/04/Portrait-022.jpg" alt="" width="567" height="850" /></a>
</em></span>

<span style="color: #800080;">© Photo: Stephan Pramme</span>

Doktor Benoît Philippe unterrichtet am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Dresden Französisch. Er ist nicht zufrieden. Er findet, dass seine Muttersprache für Schüler in Sachsen nicht wichtiger sein sollte als Sorbisch. Oder Suaheli.

Es ist Montagnachmittag. Herr Philippe wartet vor dem Zimmer 104 auf seine Schüler. Seine schwarze Ledertasche trägt er wie einen Schulranzen auf dem Rücken. Der blau-weiß-rote Sticker auf dem Deckel der Tasche ist schon ziemlich abgegriffen. Doktor Benoît Philippe ist jugendlich schlank, sein kurzer Bart tadellos geschnitten. Ein kleiner, blauer Kragen liegt über dem hellen Wollpullover. Er unterscheidet sich in Gelassenheit und Eleganz erheblich von den anderen Lehrern, die durch die Gänge des modernen Gymnasiums eilen.

Felix, Vivien, Sophie und Carolin aus der Achten treffen zuerst ein. „Saluton“, begrüßt Herr Philippe die Schüler. „Saluton“, grüßen sie zurück. Ein paar Minuten später kommen Janek und Pia aus der Siebten. <strong>Der Esperanto-Unterricht kann beginnen.</strong>]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2010/04/19/doktor-hoffnung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einmal Westend und zurück</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/11/01/einmal-westend-und-zuruck/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/11/01/einmal-westend-und-zuruck/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 11:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/11/01/einmal-westend-und-zuruck/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<em>Ein einsamer Wissenschaftler, ein reinlicher Botschaftsmitarbeiter, eine enttäuschte Französin - auf der Suche nach einem WG-Zimmer in Berlin macht man jede Menge Bekanntschaften. Aber findet man auch ein Zuhause?  </em>

<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/11/snc12777.JPG" height="418" width="561" />

Es ist in Berlin möglich, von einem Tag auf den anderen umzuziehen. Vorausgesetzt, man reist mit Handgepäck. Transportfirmen sind auf Wochen ausgebucht. Umherziehen ist ein Normalzustand der Berliner. <strong>Die Stadt bietet jederzeit teil-, voll – und nichtmöblierte Zimmer, halbe Wohnungen, Gartenlauben, auch komplette Häuser. Katzen und Hunde inklusive.</strong>
]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/11/01/einmal-westend-und-zuruck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zielfahnder: Auf der Suche nach der Tupperdose</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/10/09/zielfahnder-auf-der-suche-nach-der-tupperdose/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/10/09/zielfahnder-auf-der-suche-nach-der-tupperdose/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 16:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/10/09/zielfahnder-auf-der-suche-nach-der-tupperdose/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/logo_invert1.gif" alt="Das Magazin - Logo" />

<font color="#333399"><em>In seiner freien Zeit streift Timo durch die Gegend, um an schwer zugänglichen Orten versteckte Mitteilungen zu finden. Er ist ein Geocacher.</em><em> Er bevorzugt Schwierigkeitsstufe 5, die gefährlichste. </em></font>

<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/10/timo-schygulla.JPG" height="390" width="569" />

<font color="#333399">© Photo: Stephan Pramme</font>

Timo sucht das Codewort. Er ist nicht wegen der morbiden Schönheit des Gebäudes hier.

Timo Schygulla, 27 Jahre, aus Berlin-Reinickendorf, ist gekleidet und ausgerüstet wie für eine Expedition auf einen unbekannten Kontinent. Dabei streift er nur durch Brandenburger Land. Er trägt feste Schuhe und eine Hose mit vielen Taschen, in denen er seine Ausrüstungsgegenstände, GPS-Gerät, Telefon, Taschenlampe, Spiegel und feuerfeste Handschuhe, unterbringen kann. In seinem Rucksack stecken ein Wasserbeutel, aus dem er sich über einen Schlauch direkt bedient, und eine Kletter ausrüstung. Timo ist Geocacher. <strong>Er ist auf der Suche nach dem »Cache«, dem Versteck.</strong>

]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/10/09/zielfahnder-auf-der-suche-nach-der-tupperdose/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unterm Regenbogen</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/10/04/unterm-regenbogen/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/10/04/unterm-regenbogen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 14:13:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Annonce]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/10/04/unterm-regenbogen/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

Diese Anzeige stand im Sommer in der taz:

<font color="#000000"><em><strong>ARNO</strong></em></font>

<font color="#000000"><em>war fast 28 Jahre lang</em></font>

<font color="#000000"><em>in der Fahrradwerkstatt, im Wohnhaus, im Café und in der Baugruppe bei und mit uns. </em></font>

<font color="#000000"><em>Jetzt ist er für immer von uns gegangen und wird doch für immer bei uns bleiben. </em></font>

<font color="#000000"><em><strong>Auf Dich, Arno...</strong></em></font>

<font color="#000000"><em>Deine FreundInnen und KollegInnen aus der Regenbogenfabrik.  </em></font>

<strong>Achims Sticker vom 1. FC Kaiserslautern sind so vergilbt wie die Fotos an der Wand. Ein Foto zeigt Arno. Er ist jung darauf. Arno trägt das glatte, lange Haar in der Mitte gescheitelt und zu einem Zopf gebunden. Sein Gesicht ist schmal, die Augen sind hell. Wasserblau. </strong>Achim trägt auch einen Zopf, doch sein Haar ist störrisch und grau. Er sieht ein bisschen aus wie Hagrid, der Halbriese aus Hogwart. Massig, bärtig. Seine Stimme ist brummig, ein Typ, dem man sofort ein weiches Herz unterstellt. Man glaubt, Tränen in seinen braunen Augen zu sehen, wenn er von Arno spricht.Achim Sand ist 53 Jahre alt. Sein Freund Arno Hoffmann starb in diesem Jahr mit 55 Jahren.

Auf einem anderen Bild an Achims Wand bereitet Arno Rahmschnitzel mit Lauchgemüse. Der Lauch war extra für Achim. "Arno glaubte, dass ich Lauch mag", sagt Achim. "Bis ich mir nach vielen Rahmschnitzeln mit Lauchgemüse ein Herz fasste und Arno die Wahrheit sagte: Ich verabscheue Lauch. Arno brach vor Lachen fast zusammen."

Arno und Achim arbeiten zusammen in der Baugruppe der Kreuzberger Regenbogenfabrik. Die Regenbogenfabrik ist eines der alternativen, sozialen Projekte, die in den achtziger Jahren in Kreuzberg entstanden. Es gibt heute auf dem Gelände eine Kita, ein Kino, Seminarräume, einen Fahrradverleih mit Werkstatt, Tischlerei, Kantine, Café, eine Kuchenbäckerei. Und ein Hostel. Bis auf einen kleinen Senatszuschuss zum Betrieb der Kita und einigen Beschäftigungsmaßnahmen vom Jobcenter trägt sich das Projekt selbst.

Achim zeigt ein Foto, auf dem Arno einen Bagger steuert. "Das war 2007, da haben wir die alte Remise für den Neubau des Hostels ausgemistet", erklärt Achim. Die Bäume werfen Schatten in das Zimmer im Seitenflügel der Kreuzberger Regenbogenfabrik, in dem Achim wohnt. Die frisch verputzte Wand des Hostels auf der anderen Seite des Hofes reflektiert das Sonnenlicht. "Diese Wand haben wir noch zusammen hochgezogen, vor zwei Jahren", sagt Achim. <strong>Er nennt Arno den Filigranen, weil er auf dem Bau immer dort eingesetzt wurde, wo es auf Genauigkeit ankam.</strong>]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/10/04/unterm-regenbogen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Neu-Berliner</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/06/29/der-neu-berliner/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/06/29/der-neu-berliner/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 16:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/06/29/der-neu-berliner/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<em>Eine deutsch-jüdische Einwanderungsgeschichte</em>

<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2009/06/jeremy.jpg" height="610" width="410" />

© Foto Pablo Castagnola

Als Jeremy seine Mutter anrief und sagte, dass er nach Berlin ziehen würde, machte sie sich Sorgen. Amsterdam, wo Jeremy, ein junger Musiker und Komponist, die letzten zwei Jahre gelebt hatte, war okay für einen jungen Juden wie ihn, fand sie. Aber in Berlin, der deutschen Hauptstadt, konnte sie sich ihren Sohn nicht vorstellen.

Ausgerechnet Berlin!

Wie würde er dort klarkommen? Würde er jüdische Kultur, jüdisches Leben vorfinden? Was für Synagogen bot die Stadt? Jeremy ist in Boston aufgewachsen. In dem Stadtteil, in dem seine Eltern noch leben, sind über 60 Prozent der Einwohner Juden. Die Familie war zwar nicht besonders religiös, aber die Feiertage wurden regelmäßig begangen. Jeremy, Anfang dreißig, frisch verheiratet, versicherte seiner Mutter am Telefon in Boston, dass es ihm gut gehe in der Stadt, dass er schon Freunde und hervorragende Musiker getroffen habe, aber sie blieb beunruhigt und suchte die Telefonnummer der einzigen Jüdin, die sie in Berlin kannte, heraus. Es war die Nummer der Schriftstellerin Irene Runge.

Irene Runge und Jeremys Mutter waren sich Mitte der neunziger Jahre auf einem Symposium in Conway begegnet; ein Ort in New Hampshire, an dem sich Idealisten aller wissenschaftlichen Disziplinen im Sommer treffen, um miteinander Gesellschaftsutopien zu diskutieren. Irene Runge hatte bei dem Treffen, zu dem Ost- und Westdeutsche eingeladen waren, in akzentfreiem Englisch über Jüdisches Leben in der DDR referiert und dabei auch einen jüdischen Kulturverein erwähnt, den sie in Berlin leitete. Sie war gleich dran, als Jeremys Mutter anrief – und versprach der Frau in Boston, sich um den Sohn zu kümmern.

Vier Jahre ist das her, und man kann sagen, dass Irene Runge ihr Versprechen eingelöst hat. Jeremy ist gut angekommen in Berlin. Er ist hier sogar ein Stück jüdischer geworden. Obwohl ihn Synogogen eigentlich nicht besonders interessieren, hat er in der Stadt „seine Synagoge“ gefunden.
]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/06/29/der-neu-berliner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Afonsos Spur</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/02/14/afonsos-spur/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/02/14/afonsos-spur/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 18:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Afonso Tiago]]></category>
		<category><![CDATA[Annonce]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/02/14/afonsos-spur/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<strong>Ein junger Mann verschwindet nach einer Clubnacht in Friedrichshain</strong>

Die Nacht, in der Afonso Tiago zum letzten Mal gesehen wurde, war kalt, die Spree trug Eis. Es war gegen 3.40 Uhr. Afonso verabschiedete sich von seinem Freund Ivo. Ivo wollte zum Geldautomaten am Ostbahnhof. Afonso nach Hause, in die Forsterstraße in Kreuzberg, auf die andere Seite des Flusses.

Ivo do Carmo ist Portugiese wie Afonso Tiago. Er glaubt, dass Afonso vom Ostbahnhof aus über die Schillingbrücke nach Kreuzberg gelaufen ist. Er lehnt am Geländer der Brücke. Graue Maskenmütze, dunkler Bart, langer Mantel, eine Krawatte über dem Baumwollhemd – er sieht aus wie eine Vorlage für Robert Capas Spanienkämpferporträts. Ein winziges Kreuz zittert an seinem linken Ohr. Afonso sei zu Fuß gegangen, sagt Ivo, da er kein Bargeld dabei hatte.

Der Fluss schwappt träge in Richtung Alexanderplatz. Auf der Kreuzberger Seite führen Stufen hinab zum Wasser. Man braucht nur über die hüfthohe Absperrung klettern.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/02/14/afonsos-spur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lillys Klavier</title>
		<link>http://www.kathrinschrader.de/2009/01/25/lillys-klavier/</link>
		<comments>http://www.kathrinschrader.de/2009/01/25/lillys-klavier/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 20:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<category><![CDATA[Annonce]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathrinschrader.de/2009/01/25/lillys-klavier/</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.kathrinschrader.de/wp-content/uploads/2007/10/blz_logo2.gif" alt="Berliner Zeitung" />

<strong>Ein Mädchen aus Schöneberg hat wenig Geld, aber gute Ideen</strong>

Wenn Lilly und ihr Bruder Robin morgens aus dem Haus treten, rollen die Blumenverkäuferinnen nebenan die Rosenbüsche und Palmen hinaus auf den Bürgersteig und die Buchhändlerin sucht wie jeden Tag vergeblich einen Parkplatz vor ihrem Geschäft. Lilly und Robin wohnen am Bayerischen Platz in Schöneberg.]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.kathrinschrader.de/2009/01/25/lillys-klavier/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

