Illustration © Claudia Pomowski. (http://www.c-pom.de)
Dann feiern wir eben, wenn alle wieder zu Hause sind, hatte Hannes gesagt. Zwischen den Jahren, hatte er gesagt, und Karla hatte gedacht: Zwischen den Stühlen.
Der Tisch war gedeckt. Es standen keine Stühle ringsum, sondern zierliche Sessel. Karla hatte sich in der Wanne quer gesetzt, ließ die Beine über den Rand baumeln und betrachtete durch die geöffnete Badezimmertür den gedeckten Tisch in der Küche. Weiße Teller. Darauf lagen die Geschenke. Sie würde noch Kerzen dazu stellen und Hannes müsste unbedingt Blumen vom Markt mitbringen. Sie rief ihn an. Er war gerade beim Fischhändler und konnte sich nicht entscheiden. Flussbarsche? – Ja, aber lass sie unbedingt schuppen und ausnehmen. – Klar. Und wofür die Blumen? – Für den Tisch. Ich meine, Weihnachten ist doch jetzt wirklich vorbei. Wir müssen nicht mit Tannengrün oder so anfangen. – Na gut. – Lass dir Zeit, ja? Ich brauche hier noch ein bisschen.
Karla ließ das Wasser ab, schälte sich umständlich aus der Wanne und griff bibbernd nach einem Badetuch. Erst jetzt bemerkte sie, wie kalt ihre Füße waren. Sie erschrak.





